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ENZKREIS. Die anhaltende Hitze und Trockenheit machen auch den Fließgewässern im Enzkreis zunehmend zu schaffen. Bäche und kleinere Flüsse führen vielerorts nur noch wenig Wasser – mit negativen Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt. „Unsere Fließgewässer sind Lebensraum und Kinderstube zahlreicher Lebewesen, vom Fisch über Insektenlarven bis hin zu Amphibien. Wenn der Wasserstand sinkt, ändert sich die Qualität dieses Lebensraums. Die Rückzugsmöglichkeiten vor ungünstigen Lebensbedingungen nehmen ab oder werden unzugänglich“, wie Ramona Schüßler vom Umweltamt des Enzkreises erläutert.
Fließgewässer seien aber nicht nur Lebensraum, sondern auch Nahrungsgrundlage für viele Tiere. Wenn Fische und Insektenlarven verschwänden, fehle vielen Arten die Lebensgrundlage, sodass sich der Wassermangel der Fließgewässer im ganzen Ökosystem bemerkbar mache.
In Trockenperioden wird häufig Wasser aus Bächen zur Bewässerung entnommen und so der Wassermangel verstärkt. Daher prüft das Landratsamt Enzkreis derzeit mögliche Entnahme-Beschränkungen; sie sollen sich positiv auf die ökologische Stabilität auswirken. „Eine vorübergehende Entnahmepause mag für viele eine Herausforderung sein, doch für die Lebenswelt in unseren Gewässern ist sie bei Wassermangel überlebenswichtig“, so Schüßler.
„Wir beobachten die Lage jedenfalls sehr genau und werden voraussichtlich auch in diesem Sommer nicht umhinkommen, die Wasserentnahmen aus unseren oberirdischen Gewässern durch Rechtsverordnung zu beschränken“, erklärt Axel Frey, Leiter des Umweltamts. Vereinzelte Sommergewitter würden leider nur zu einem kurzen Anstieg der Wasserstände führen, den Wassermangel jedoch nicht beheben. „Aktuelle Prognosen deuten auf weiter sinkende Wasserstände hin. Langfristig kann nur ein nachhaltiger Umgang mit Wasser helfen. Wir bitten daher, sparsam mit dem kostbaren Gut Wasser umzugehen.“ (enz)