Gemeinde Ölbronn-Dürrn

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Aktuelles aus der Gemeinde

Ölbronn-Dürrner Grundschüler lassen es blühen!

Ölbronn-Dürrn startet mit der ersten Einsaat in den Blühenden Naturpark!
 
Auch Ölbronn-Dürrn möchte kommunale Flächen zum Blühen, Flattern, Summen und Brummen bringen. Daher nimmt Ölbronn-Dürrn, genau wie weitere 14 der 25 Naturparkgemeinden, am Projekt „Blühender Naturpark“ des Naturparks Stromberg-Heuchelberg teil! Ziel des Projekts ist es, auf innerörtlichen Flächen ökologisch wertvolle Wildblumenwiesen entstehen zu lassen, um sie als wichtige Lebensgrundlage für Schmetterlinge, Wildbienen, Laufkäfer, Honigbienen und Co. zu gestalten. Hier finden sie Nektar und Pollen sowie Lebens- und Rückzugsraum. Dies soll einen Beitrag zur biologischen Vielfalt im Naturpark leisten und das Bewusstsein für die Bedeutsamkeit der kleinen Helfer, der Insekten, schärfen.
 
Bereits im Mai besichtigten Frau Siber und Frau Meeh vom Zweckverband Bauhof Neulingen Ölbronn-Dürrn gemeinsam mit dem Landschaftsökologen Sebastian Frey und Julia Meny vom Naturpark Stromberg-Heuchelberg e.V. sieben verschiedene Flächen in Ölbronn und Dürrn. Je nach Beobachtungen auf der Fläche (Boden, Lichtverhältnisse, Nährstoffversorgung…) wurde daraufhin eine geeignete Saatgutmischung aus heimischen Wildblumen ausgewählt und die passende Bodenvorbereitung festgelegt. Über den Sommer konnte der Zweckverband die Flächen für die Aussaat vorbereiten. So werden in diesem Herbst bei geeigneter Witterung auf insgesamt rund 500 m2 kommunaler Fläche Wiesen und Säume aus Wildpflanzen entstehen. Auf vielen anderen Flächen innerhalb der Gemeinde wird nicht extra neu angesät – aber die Pflege von kurz gepflegtem Rasen auf eine Wiesenpflege umgestellt. Auch auf diesem Wege leistet der Zweckverband Bauhof einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zweckverbandes Bauhof für die tolle Unterstützung.
 
Die erste Ansaat fand nun am Montag, dem 23.09.2019, am Ölbronner Sportplatz und tags darauf an der Weingasse in Dürrn statt.
Die 13 Kinder der dritten Klasse der nahe gelegenen Ölbronner Eichelbergschule sowie die 12 Drittklässler/innen der Kirsten-Boie-Schule Dürrn lernten zuvor von der Projektmitarbeiterin Julia Meny vom Naturpark Stromberg-Heuchelberg e.V. so einiges zum Thema Wiesenpflanzen und Insekten: Wieso brauchen Insekten blühende Pflanzen? Schmecken den unterschiedlichen Insekten alle Pflanzen gleich gut? Und was brauchen die winzigen Samenkörner, um zu einer Wiesenblume zu werden? In diesem Zusammenhang dürfen sich die Kinder nun auch im Kunstunterricht weiter mit Wildbienen und Schmetterlingen befassen und passende Holzmotive bemalen. Diese werden anschließend die eingesäte Fläche verschönern, bis im nächsten Frühjahr die ersten Blüten zu sehen sind. Durch die Lage beim Sportplatz bzw. an der Weingasse kann die Vielfalt und Entwicklung „ihrer Wildblumenwiese“ zukünftig von den Kindern bewundert und als eigenes Freiluft-Museum genutzt werden. Neben dem Beitrag zur biologischen Vielfalt durch die nachhaltige Anlage einer Wildblumenwiese können so wichtige Naturerfahrungen in der Lebenswelt der Kinder Einzug halten.
 
Der Naturpark unterstützt die Gemeinden indem er die oben beschriebene Beratung organisiert und dokumentiert und die Beschaffung von geeignetem, heimischem Saatgut koordiniert. Mit der begleitenden Öffentlichkeitsarbeit sollen möglichst viele Menschen dafür begeistert werden Bienen, Hummeln, Schmetterlingen & Co. wieder mehr Lebensraum bereitzustellen: Wildblumenwiesen statt Schotterwüsten und Einheitsgrün, auch in Gärten und Vorgärten.
 
Die Anlage von Wildblumenwiesen auf kommunalen Flächen ist nur der Anfang:  Mitmachen kann jeder! Ob Stadt und Gemeinde, Fachbehörde, Kirche, Unternehmen, Schule, Kindergarten, Imker oder Gartenbesitzer – alle sind herzlich eingeladen einen Beitrag zum Erhalt und Schutz der Artenvielfalt zu leisten. Nähere Informationen unter www.naturpark-sh.de oder bei Ansprechpartnerin Julia Meny mail@naturpark-stromberg-heuchelberg.de
 
Hintergrund
Neben Wildpflanzen sind auch 80 Prozent der heimischen Kulturpflanzen auf die Bestäubung angewiesen. So hängen 35 Prozent der weltweiten Nahrungsmittelproduktion von der Insektenbestäubung ab. Neben der Bestäubung spielen Insekten eine wichtige Rolle als Nahrungsquelle für andere Tiere wie Vögel, kümmern sich um den biologischen Abbau von pflanzlichen und tierischen Resten und spielen daher nicht zuletzt eine zentrale Rolle für unsere Bodenfruchtbarkeit.
                                                                                      
 

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